Unemployment and health in Germany

Recently I’ve published 2 english journal articles on unemployment and health. The first article is published in the Deutsches Aerzteblatt International covers the association of unemployment, health and social support. It s based on a topical representatice dataset for Germany. The study „German Health Update“ (GEDA). The second article is published ‚online first‘ in the  International Journal of Public Health. It covers recent trends in the association of unemployent and health for the timeframe 1994 to 2008. It utilizes trend as well as panel regression models and is based on data of the German Socio-economic Panel (GSOEP). Overall the results of both studies indicate, that unemloyment is an increasingly  important social determinant of bad health in Germany. Furthermore, while its health consequences can’t be resolved individually, they can be buffered with social support of a strong social network of meaningful others.

 

 

Arbeitslosigkeit und Gesundheit

In den letzten Tagen sind zwei Artikel zum Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Gesundheit aus Quer- und Längsschnittlicher Perspektive erschienen. Der erste Artikel im Deutschen Ärzteblatt beschreibt auf Basis aktueller Daten der GEDA-Studie 2009 für Deutschland aus dem Jahr 2009 den Zusammenhang zwischen Arbeitlosigkeit, sozialer Unterstützung und verschiedenen Formen von gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Der zweite Artikel aus dem International Journal of Public Health beschreibt die Entwicklung des Zusammenhangs zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit zwischen 1994 und 2008 auf gesellschaftlicher und auf individueller Ebene anhand von Daten des SOEP. Insgesamt erscheint Arbeitslosigkeit auf Basis dieser Befunde als in den letzten Jahren zunehmend bedeutsame soziale Determinante der Gesundheit. Die gesundheitlichen Folgen der Arbeitslosigkeit können auf individueller Ebene durch den Rückgriff auf soziale Ressourcen wenn auch nicht negiert, so doch abgemildert werden.

Buch zur Entwicklung gesundheitlicher Ungleichheiten in der BRD


Sozialer Wandel, soziale Ungleichheit und Gesundheit
Die Entwicklung sozialer und gesundheitlicher Ungleichheiten in Deutschland zwischen 1984 und 2006

Kurzbeschreibung
In den letzten 20 Jahren wurden die sozialen Sicherungssysteme des deutschen Sozialstaat grundlegend umgestaltet. Ziel war es, ihre nachhaltige Finanzierung auch angesichts des demographischen Alterung und einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit zu gewährleisten. Im Buch wird dargestellt, dass sich im Zuge dieser Prozesse soziale Unterschiede in Deutschland nicht nur ausgeweitet sondern auch deutlich verschärft haben. Gesundheitliche Ungleichheiten haben sich ebenfalls ausgeweitet. Besonders hiervon betroffen sind die Arbeitslosen, die seit 1984 zunehmend sozial und auch gesundheitlich ausgeschlossen und abgehängt wurden.

Diese Studie wurde am 16.9.2010 auf der Tagung ‚Schnittstellen‘ der DGMS und DGMP mit dem Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuches der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie e.V. ausgezeichnet.

Erscheinungsdatum: 20.9.2010

[Verlagsinformationen | Bestellen ]

Neuer Artikel zur Entwicklung gesundheitlicher Ungleichheiten: Einkommen

Kroll, LE, Lampert, T (2010). Zunehmende Unterschiede im subjektiven Gesundheitszustand zwischen den Einkommensschichten. Analysen zu einem Aspekt der gesundheitlichen Ungleichheit. ISI (43). S.5-8.

Soziale Unterschiede in der Gesundheit und Lebenserwartung werden in den letzten Jahren verstärkt diskutiert. Ungeachtet eines hohen allgemeinen Wohlstandsniveaus und einer gut ausgebauten medizinischen Versorgung der Bevölkerungen bestehen in den meisten europäischen Wohlfahrtsstaaten weiterhin ausgeprägte, sozial strukturierte Ungleichheiten in der Gesundheit und Lebenserwartung (Mackenbach 2006, Mielck 2005). Bisher gibt es allerdings nur wenige Studien, die Aussagen zur Entwicklung gesundheitlicher Ungleichheiten zulassen. Im vorliegenden Beitrag wird auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP 1994-2007) für Deutschland untersucht, ob sich soziale Ungleichheiten in der Gesundheit ausgeweitet haben.



Folien zu methodischen Grundlagen der Mehrebenenanalyse

Die AG Nachwuchs der deutschen Gesellschaft für Medizinsoziologie hat in Hamburg einen Workshop zum Thema Mehrebenenanalyse veranstaltet. Moderiert hat Matthias Nübling.

Es gab zwei Vorträge, zuerst habe ich die methodischen Grundlagen des Verfahrens erläutert, anschließend hat Nico Dragano verschiedene Anwendungen der Mehrebenenanalyse in der Sozialepidemiologie beschrieben. Zum Abschluss haben wir mit den Teilnehmern über Vor- und Nachteile der Methode diskutiert. Vielen Dank nochmal für die Rege Teilnahme!

Anbei meine Folien:

Veröffentlicht unter Blog